Hokkaido · Niki / Yoichi

NIKI HILLS

Ein neuer Weinort auf Hokkaido

Ein Glas Wein, dahinter die Hügel von Niki und der Blick in Richtung Yoichi-Bucht: NIKI HILLS verbindet Weinbau mit der Erfahrung eines Ortes. Das junge Weingut erkundet Hokkaidos Rebsorten und lädt zugleich dazu ein, Landschaft, Küche und Wein gemeinsam zu entdecken.

Winter bei NIKI Hills auf Hokkaidō.
Herkunft
Niki, Hokkaido
Projektbeginn
2014
Erste Vinifikation
2015
Eigene Pflanzungen
2016
Leitwein
HATSUYUKI · Kerner

Vom brachliegenden Land zum Weinort

Das Projekt begann 2014 mit der Wiederbewirtschaftung brachliegender Flächen. 2015 entstanden die ersten Weine aus Trauben von Vertragsbetrieben in Niki und Yoichi. Die eigenen Reben wurden ab 2016 gepflanzt; seit 2019 werden auch eigene Trauben verarbeitet. Im selben Jahr öffnete NIKI HILLS umfassend für Besucher.

Weinbau und Gastlichkeit gehören zum Konzept. Für Besucher macht diese Verbindung den Weg von der Arbeit im Weinberg bis zum gedeckten Tisch anschaulich; beim Verkosten bekommt die Landschaft eine weitere, sehr persönliche Bedeutung.

Hokkaido verlangt einen genauen Blick auf jedes Jahr

Für Niki und Yoichi nennt das Weingut gute Entwässerung und deutliche Temperaturunterschiede als wichtige Standortmerkmale. Wie anspruchsvoll ein einzelnes Jahr dennoch sein kann, zeigt der eigene Bericht zur Lese 2023: Große Hitze und warme Nächte erschwerten die angestrebte Reifeentwicklung.

Bei HATSUYUKI 2023 reagierte das Team mit konzentriertem Saft aus Gefrierverfahren. Die Veröffentlichung beschreibt sowohl das Gefrieren von Saft als auch das Pressen gefrorener Trauben. Dieses konkrete Beispiel zeigt, weshalb ein Wein aus Hokkaido nicht allein über das Wort „kühl“ zu verstehen ist: Jahrgang, Leseentscheidung und Kellerarbeit bleiben eng miteinander verbunden.

Im Gespräch zwischen Weinberg und Keller

NIKI HILLS beschreibt seine Arbeitsweise als engen Austausch zwischen Anbau- und Kellerteam. Die Eigenschaften der Böden, die Entwicklung der Trauben und die Möglichkeiten der Vinifikation werden gemeinsam betrachtet. Qualität entsteht für das Haus aus diesem fortlaufenden Gespräch.

Eine besonders greifbare Umsetzung zeigt die aktuelle Herstellerbeschreibung von HATSUYUKI 2025: Kerner wird kühl vergoren, zu unterschiedlichen Zeitpunkten gelesen und mit mehreren ausgewählten Hefen verarbeitet. Anschließend werden die Partien zusammengeführt. Das Ziel sind verschiedene aromatische Ebenen in einem Wein. Solche Angaben machen nachvollziehbar, wie viel gezielte Entscheidung hinter einem scheinbar mühelosen, duftigen Weißwein steht.

Kerner als Einstieg, viele weitere Perspektiven

HATSUYUKI begleitet das Weingut seit dem ersten Jahrgang 2015 und ist sein Leitwein aus Kerner. Für die Entdeckung von NIKI HILLS ist er deshalb ein naheliegender Anfang: an der aromatischen Klarheit und der Balance von Frucht und Frische lässt sich die Arbeit des Hauses kennenlernen.

Der Blick auf das weitere Sortiment erweitert dieses Bild. Bacchus steht hinter NEIRO; Chardonnay und Pinot Noir kommen auch aus eigenen Weinbergen. Hinzu treten rote Sorten wie Zweigelt. Die Vielfalt lädt zum Vergleichen ein: Wie verändert sich die Wahrnehmung von Säure, Frucht und Struktur, wenn Herkunft und Handschrift des Hauses zusammenbleiben, die Rebsorte aber wechselt?

Ein Ort, den man auch schmecken kann

Die Gastlichkeit ist Teil der Identität. Im Restaurant Aperçu werden Landschaft und Jahreszeit zum Ausgangspunkt der Küche; begleitende Weine erweitern diese Perspektive am Tisch. Dazu kommen der Garten und Übernachtungsmöglichkeiten mit Blick auf Weinberge und die Bucht.

Bei Führungen lassen sich Produktionsräume und Fasslager kennenlernen. Eigene Weinbergrundgänge führen näher an die Arbeit mit den Reben heran. Die Verbindung aus Landwirtschaft, Küche und Aufenthalt macht den Ort auch für Menschen zugänglich, die gerade erst anfangen, japanischen Wein zu entdecken. Eine Flasche von NIKI HILLS kann so der Beginn einer längeren Reise sein: vom ersten Aroma zur Landschaft, aus der sie stammt.

Weine von NIKI HILLS

Inkl. Steuern. Versandbedingungen

Quellen zum Weingut